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International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Während in der PENNY DEL erst drei von vier Serien im Playoff-Viertelfinale entschieden sind, beginnt in der Schweiz am Wochenende bereits das Halbfinale. Mit dabei sind zahlreiche ehemalige NHL-Akteure aus dem DACH-Raum.

Rieder, Kühnhackl und Michaelis treffen

Die Adler Mannheim und der EHC Red Bull München liefern sich eine umkämpfte Serie. Nach fünf Duellen liegen die Kurpfälzer mit 3:2 vorne. Beim dritten Aufeinandertreffen am Freitag unterlag Mannheim dem Kontrahenten aus der bayerischen Landeshauptstadt zu Hause mit 2:5. Tobias Rieder erzielte für die Red Bulls im Powerplay das 5:1. Auf der Gegenseite zeichnete Tom Kühnhackl für das 1:2 verantwortlich.

Am Sonntag in München drehten die Adler den Spieß um und landeten einen 2:0-Erfolg. Marc Michaelis sorgte für die 1:0-Führung im Powerplay. Erst der zweiten Verlängerung wurde die Partie zwischen den beiden Teams am Dienstag in Mannheim entschieden. Am Ende behielten die Hausherren mit 4:3 die Oberhand. Adler-Kapitän Michaelis steuerte zwei Assists zum Triumph bei, einen davon beim Siegtreffer in der Overtime.

Treutle bei den Ice Tigers weiterhin nur auf der Bank

In den beiden anderen Playoff-Viertelfinals geht es genauso eng zu. Der ERC Ingolstadt benötigt beim Stand von 3:2 noch einen Erfolg fürs Weiterkommen gegen die Nürnberg Ice Tigers, bei denen der ehemalige NHL-Torwart Niklas Treutle nach wie vor auf seinen ersten Einsatz in der laufenden Endrunde wartet. Nachdem die Ice Tigers den 0:2-Serienrückstand mit zwei Siegen ausglichen (6:5 n.V. am Freitag in Ingolstadt und 3:2 n.V. am Sonntag in eigener Halle), gewann Ingolstadt die fünfte Partie am Mittwoch daheim mit 5:3.

Die Kölner Haie benötigen ebenfalls noch einen Erfolg zum Einzug ins Halbfinale. Zunächst stellten sie den Zwischenstand in der Serie gegen die Fischtown Pinguins durch ein 3:2 n.V. am Freitag in Bremerhaven auf 3:0. Im Anschluss vergaben sie zwei Gelegenheiten, die nächste Runde zu erreichen. Bremerhaven gewann sowohl am Montag in Köln (5:2) als auch am Mittwoch an der Nordsee-Küste (4:3).

Bergmann steht mit den Eisbären im Halbfinale

Lean Bergmann und die Eisbären Berlin haben sich bereits fürs Halbfinale qualifiziert. Sie gewannen die Serie gegen die Straubing Tigers mit 4:1. Eine 1:2-Niederlage zu Hause in Berlin am Freitag verhinderte den Sweep der Eisbären. Am Sonntag machten sie diesen Fehltritt durch ein 4:3 n.2.V. wett. Bergmann fehlte in diesen zwei Spielen. Beim ausschlaggebenden 4:1 am Dienstag vor eigenem Publikum mischte er wieder mit, blieb jedoch ohne Scorerpunkt. Der Angreifer brachte es im Viertelfinale auf ein Tor in drei Einsätzen.

Kahun und Riat führen Lausanne HC ins Halbfinale

Die SCL Tigers erwiesen sich für den Lausanne HC als harte Nuss. Doch am Ende knackten die Westschweizer ihren Kontrahenten. Großen Anteil daran hatte Dominik Kahun. Er scorte in jeder der zurückliegenden drei Begegnungen. Beim 4:1 am Freitag in Lausanne gelang ihm der Game Winner. Michael Raffl erzielte den 1:1-Ausgleich. Am Sonntag beim 2:3 in Langnau trugen sich Kahun mit einem Assist und Damien Riat mit einem Tor für den LHC in den Spielberichtsbogen ein. Am Montag sicherte sich Lausanne durch ein 6:2 in heimischen Gefilden den ausschlaggebenden Erfolg für die Halbfinal-Teilnahme. Riat schoss zwei Tore, Kahun kam auf zwei Assists.

Mit zehn Punkten (drei Tore, sieben Assists) aus sieben Auftritten führt Kahun die ligaweite Playoff-Scorerwertung an. Riat belegt mit sieben Zählern (vier Tore, drei Assists) aus sieben Partien den vierten Platz.

Andrighetto und Malgin schießen Kloten ab

Mit einem 5:2 in der heimischen Arena machten die ZSC Lions am Freitag den noch fehlenden vierten Sieg in der Serie gegen den Lokalrivalen EHC Kloten perfekt (Gesamtstand 4:1). Zwei ehemalige NHL-Profis in Reihen der Zürcher besiegten den Gegner bei diesem Aufeinandertreffen praktisch im Alleingang. Sven Andrighetto schnürte einen Doppelpack und Denis Malgin brachte es auf ein Tor und einen Assist.

Für Andrighetto sind acht Punkte (drei Tore, fünf Assists) aus fünf Spielen registriert. Teamintern ist er damit Bester und ligaweit bedeutet diese Ausbeute den vierten Rang. Malgin steht bei sechs Zählern (ein Tor, fünf Assists) aus fünf Partien und ist zweitbester Scorer der ZSC Lions.

Berra und Fribourg ringen Bern nieder

In einem Playoff-Krimi hat Fribourg-Gottéron gegen den SC Bern ein Happy End erlebt. Am Mittwoch machte das Team im siebten Match durch einen 4:1-Auswärtserfolg den Einzug in die Runde der letzten Vier klar. Fribourgs Schlussmann Reto Berra hatte eine überragende Fangquote von 96,67 Prozent vorzuweisen. Da konnte er es verschmerzen, dass ihm Simon Moser durch den einzigen SCB-Treffer den Shutout verdarb.

Überhaupt legte Berra eine starke Serie hin. Am Donnerstag beim 2:1-Heimsieg stand für ihn ebenfalls eine Save-Quote von 96,67 Prozent zu Buche. Der Game Winner in dieser Partie ging auf das Konto von Christoph Bertschy. Am Samstag beim 2:3 n.V. in Bern wehrte der Goalie der Westschweizer 91,67 Prozent aller Schüsse des SCB ab. Lediglich beim 3:4 n.V. am Montag in Fribourg konnte er mit 85,71 Prozent keinen Spitzenwert vorweisen.

Hofmann scheidet mit Zug sang- und klanglos aus

Ein Playoff-Waterloo erlebten der EV Zug und sein Stürmer Grégory Hofmann. Sie verloren die Serie gegen den HC Davos mit 0:4. Besiegelt wurde das Aus des EVZ durch eine 2:5-Auswärtsniederlage am Donnerstag. Hofmann erzielte dabei einen Treffer. Das war zugleich sein einziger Scorerpunkt im Verlauf der Endrunde.

Gregory Hofmann

Krupp feiert Klassenerhalt mit Lugano

Der HC Lugano hat mit Trainer Uwe Krupp den Klassenerhalt in der National League gefeiert. Die Mannschaft setzte sich im Playout gegen den HC Ajoie mit 4:2 in der Gesamtwertung durch. Nach zwei Niederlagen am Anfang der Serie gewannen die Tessiner viermal in Folge, zuletzt am Dienstag in Ajoie mit 2:1. Calvin Thürkauf gelangen fünf Punkte (drei Tore, zwei Assists) in seinen sechs Einsätzen in der Abstiegsrunde. Ebenso viele Partien bestritt Mirco Müller. Für ihn wurden zwei Assists registriert.

Halbfinale in der Schweiz ab Samstag

Im Playoff-Halbfinale in der Schweiz kommt es zu zwei reizvollen Paarungen. Der Lausanne HC trifft auf Fribourg-Gottéron, während es die ZSC Lions mit dem HC Davos zu tun bekommen. Die Auftaktpartien der zwei Best-of-7-Serien steigen am Samstag in Lausanne und Zürich.

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