Die glorreichen Zeiten der Montreal Canadiens liegen schon eine geraume Zeit zurück. Na klar, der Rekordmeister stand 2021 im Stanley Cup Finale, doch der letzte Meistertitel liegt bereits 33 Jahre zurück. In den vergangenen vier Jahren verpassten die Frankokanadier dreimal die Stanley Cup Playoffs. Wer hatte sie in diesem Jahr auf der Rechnung? Nach sieben Siegen in Serie stehen die Canadiens auf dem dritten Platz der Atlantic Division und können sich sogar noch Hoffnungen auf den Divisionstitel machen.
Trainer Martin St. Louis sieht den Grund für die jüngsten Erfolge weniger im Flow, in dem sich das Team zweifelsfrei befindet, sondern in der Reife, der Struktur und dem gemeinsamen Engagement der Mannschaft.
„Ich würde sagen, ja, es ist eine Art Gelassenheit wie wir auftreten. Aber ich glaube, sie rührt von der Zuversicht her, wie wir spielen wollen. Und ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, sie ist ein Zeichen von Reife her. Für mich beginnt alles mit Integrität. Es geht darum, genau zu wissen, was wir tun wollen und welche Maßnahmen uns dabei helfen werden. Wenn wir darüber sprechen, geht es darum, die Integrität zu haben, dies auch durchzuziehen. Und wenn man Integrität hat, hat man in der Regel auch die Reife. Die Gelassenheit entsteht aus dem Prozess. Es entsteht Vertrauen in das, was wir in diesen Situationen tun. Es geht immer um den nächsten Spielzug. Wenn wir also bei diesem nächsten Spielzug Integrität zeigen, dann sieht es von außen vielleicht gelassen aus. Aber wenn man an Gelassenheit denkt, denkt man vielleicht nicht an etwas sehr Körperliches. Ich denke, wir arbeiten sehr hart abseits des Pucks“, erklärte St. Louis das Vorgehen sogar etwas philosophisch.






















