Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Anaheim Ducks und den St. Louis Blues

Die Hoffnung der St. Louis Blues auf einen Platz in den Stanley Cup Playoffs bleibt weiter bestehen. Am Freitag holten sie im Honda Center einen überzeugenden 6:2-Auswärtssieg gegen die Anaheim Ducks. Mit ihrem fünften Sieg in den vergangenen sieben Spielen (5-1-1) verkürzen sie den Rückstand auf die zweite Wildcard der Western Conference auf drei Punkte.

„Wir waren jetzt zwei Mal in dieser Arena und das waren wahrscheinlich zwei unserer besten fünf Spiele der Saison“, lobte Trainer Jim Montgomery. „Wir haben schnell gespielt und gute Entscheidungen mit dem Puck getroffen.“

Suter in Form

Teil des Erfolgs der Blues war der Schweizer Pius Suter. In der 19. Minute bediente er Jonatan Berggren, der im Slot viel Platz und Zeit hatte und das 3:2 erzielte, das sich später als das spielentscheidende Tor herausstellen sollte. Im zweiten Drittel traf Suter selbst nach einer schönen Hereingabe von Tyler Tucker mit einem Direktschuss vor dem Tor zum 4:2 (24.).

„Das hat er stark gesehen“, freute sich Suter. „Eine super Aktion. Ich war ganz alleine und hat den Puck zu mir gebracht.“

Suter erzielte seine Punkte Nummer 26 und 27 der Saison (13 Tore, 14 Assists). Er kommt in den vergangenen vier Spielen auf zwei Treffer und zwei Vorlagen und lieferte zum ersten Mal seit 26. Februar wieder mehr als einen Punkt in einem Spiel.

„Wir waren sehr kreativ und haben gut zusammengespielt“, betonte Montgomery. „Die Dvorsky-Reihe sah gut aus, die Suter-Reihe war wirklich gut für uns. Jake Neighbours war stark und Berggren und Suter haben gut zu ihm gepasst.“

STL@ANA: Suter hat das leere Tor vor sich und baut die Führung aus

Hofer bleibt stark

Wie so oft in den vergangenen Wochen, konnten sich die Blues einmal mehr auf Torwart Joel Hofer verlassen. Er kommt diese Saison auf eine Fangquote von 90,9 Prozent und ist seit Ende Februar besonders stark.

Gegen die Ducks hielt Hofer 25 von 27 Schüssen, eine Quote von 92,6 Prozent. In seinen vergangenen zehn Spielen hat Hofer nun eine Bilanz von 7-1-2. Dabei hatte er nur einmal eine Fangquote unter 92,5 Prozent und hielt insgesamt 94,6 Prozent aller Torschüsse. Der 25-jährige Torhüter ist einer der wichtigsten Spieler in der aktuellen Erfolgsserie der Blues.

Überzeugender Auftritt

Im ersten Drittel hielten sich die Ducks noch im Spiel, doch dank Hofer und gnadenloser Effizienz vor dem Tor fiel das Ergebnis am Ende doch sehr deutlich aus. Nach einem frühen 0:1-Rückstand in der zweiten Minute drehten Robert Thomas (6.) und Dylan Holloway (12.; PP) das Spiel. Nach dem 2:2 (17.) holten Berggren und Suter die Führung zurück. Colton Parayko schoss danach das 5:2 (37.) und Holloway legte im dritten Drittel sein zweites Powerplaytor des Spiels nach (42.).

„Wir haben den Puck tief gespielt, standen in der neutralen Zone gut und haben stabil verteidigt“, lobte Suter die Spielweise seiner Mannschaft. „Man darf sich gegen die Ducks nicht überrennen lassen und muss in Bewegung bleiben. Man muss sich gegenseitig helfen, wenn ein Spieler überlaufen wird, muss der nächste aushelfen. Das haben wir gut gemacht.“

Verteidiger Philip Broberg verlängerte seine Punkteserie mit zwei Assists auf sieben Spiele. In der Franchise-Geschichte der Blues hatten davor unter den Abwehrspielern nur Chris Pronger, Alex Pietrangelo und Kevin Shattenkirk eine Serie von mindestens sieben Spielen.

STL@ANA: Holloway erzielt im Powerplay sein zweites Tor des Spiels

Mit einem Assist lieferte Dalibor Dvorsky den 80. Saisonpunkt eines Rookies für die Blues. Mehr Punkt von ihren Neulingen bekamen diese Saison nur die Chicago Blackhawks (110), New York Islanders (104) und Montreal Canadiens (99).

Verzweifelte Aufholjagd

Die Situation der Blues schien vor wenigen Wochen noch vollkommen aussichtslos. Am 2. März lagen sie mit 53 Punkten aus 60 Spielen (22-29-9) noch auf dem vorletzten Platz der Western Conference und 13 Punkte hinter der zweiten Wildcard.

Seitdem sind die Blues aber kaum zu stoppen. Mit einer Bilanz von 10-2-3 seit 3. März holten die Blues 76,7 Prozent der möglichen Punkt, der beste Wert der NHL. Das ermöglichte ihnen die Aufholjagd auf einen Playoff-Platz.

St. Louis hat noch sieben Spiele vor sich und liegt drei Punkte hinter den San Jose Sharks, die die zweite Wildcard halten. Die Nashville Predators und Los Angeles Kings stehen in der Tabelle zwischen den beiden Mannschaften und sind punktgleich mit den Sharks. San Jose hat noch ein Spiel mehr vor sich als die drei Verfolger.

„Seit der Olympia-Pause geht es bergauf, so müssen wir einfach weitermachen und unsere Spiele gewinnen“, sagte Suter. „Dann sehen wir, was passiert. Wir wollen weiter aufholen. Wir haben noch ein paar Spiele vor uns, Ende der Woche schauen wir weiter.“

Sollte den Blues das Kunststück gelingen, noch die zweite Wildcard zu erobern, wäre das ein gutes Omen. St. Louis holte 2019 seinen einzigen Stanley Cup. Damals lag das Team zu Silvester auf dem letzten Tabellenplatz, stürmte aber mit einem unglaublichen Comeback in die Playoffs und marschierte bis zum Titel durch.

Als nächstes steht aber eine harte Prüfung an. St. Louis wird am Sonntag und Dienstag gegen die Colorado Avalanche, die die Tabelle anführen, um die nächsten vier wichtigen Punkte kämpfen.

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