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Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 vertreten NHL-Spieler erstmals seit 2014 wieder ihre jeweiligen Nationen. NHL.com/de bietet den Fans täglich eine Zusammenfassung aller Eishockey-Spiele.

Hier sind die Ergebnisse der Qualifikationsrunde vom 17. Februar:

Schweden – Lettland 5:1

Schweden setzte sich im letzten Qualifikationsspiel mit einem 5:1 recht deutlich gegen Lettland durch. Im schwedischen Tor lieferte Jacob Markstrom nach einem durchwachsenen ersten Spiel mit 20 Saves eine gute Leistung. Elvis Merzlikins hielt für Lettland 23 Schüsse. Besonders auffällig war Stürmer Lucas Raymond mit drei Assists. Schweden zieht durch den Sieg ins Viertelfinale ein und wird am Mittwoch um 21:10 Uhr gegen die USA antreten.

In den ersten 20 Minuten war Schweden wie erwartet die aktivere Mannschaft. Dafür belohnten sich die Tre Kronor in der elften Minute. Joel Eriksson Ek spielte den Puck vor das Tor, wo er von Adrian Kempes Schlittschuh zum 1:0 über die Linie prallte. Nur 41 Sekunden später fiel das nächste Tor. Der Puck traf vor dem Tor Raymond und blieb zwischen ihm und seinem Kollegen Gabriel Landeskog liegen. Landeskog schnappte sich die Scheibe und schoss aus kurzer Distanz zum 2:0 ein.

Nach der Pause wirkten die Letten zunehmend wacher und brachten mehr Energie aufs Eis. Trotzdem waren es erneut die Skandinavier, die jubeln durften. In der 28. Minute bediente Erik Karlsson Filip Forsberg mit einem schönen Pass vor das Tor und der Stürmer lenkte die Scheibe direkt zum 3:0 ins Tor. Wenig später klappte es aber auch für Lettland. Nach einem Schuss des 18-jährigen Verteidigers Alberts Smits von der blauen Linie staubte Eduards Tralmaks den Rebound vor Markstrom zum 1:3 ab (31.).

Im Schlussabschnitt ging es munter hin und her, was die Schweden ausnutzten. Raymond servierte Mika Zibanejad die Scheibe bei einem Konter so, dass er für das 4:1 das leere Tor vor sich hatte (46.). In der 54 Minute spielte William Nylander vor dem Tor noch Merzlikins zum 5:1 aus.

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Tschechien – Dänemark 3:2

Die Überraschung blieb im dritten Spiel der Qualifikationsrunde aus. Tschechien mühte sich gegen Dänemark zu einem 3:2-Sieg. Die Torhüter Frederik Andersen und Lukas Dostal lieferten sich ein starkes Duell. Andersen hielt für Dänemark 28 Schüsse, Dostal parierte für Tschechien 24 Schüsse. Martin Necas und Kapitän Roman Cervenka steuerten für die Tschechen je ein Tor und einen Assist bei. Mit dem Sieg steht fest, dass Tschechien am Mittwoch um 16:40 Uhr im Viertelfinale auf Kanada trifft, während das Turnier für Dänemark beendet ist.

Das erste Drittel war nicht sonderlich offensiv geprägt. Tschechien hatte etwas mehr vom Spiel und kam auf 8:6 Torschüsse, Andersen war aber einmal mehr hervorragend in Form.

Die Tore hatten sich die Teams aber offensichtlich nur für das zweite Drittel aufgehoben. Ab der 26. Minute ging es dann schnell. Während Lars Eller für Dänemark auf der Strafbank saß, nutzte Necas das Powerplay mit einem Direktschuss aus dem linken Bullykreis zum 1:0. Keine vier Minuten später kombinierte sich Alexander True aber durch einen Doppelpass mit Joachim Blichfeld vor das tschechische Tor und glich aus.

Danach dauerte es wieder nur 73 Sekunden, ehe Tschechien die Führung in der 31. Minute zurückeroberte. Jan Rutta spielte einen starken Querpass vor das Tor, wo David Kampf nur noch den Schläger hinhalten musste. Bereits in der 33. Minute legte Cervenka mit einem Solo das 3:1 nach. Die Dänen hielten jedoch dagegen und wieder einmal war es Nick Olesen, der im Mittelpunkt stand. Er setzte sich im Powerplay mit einer schönen Bewegung bis vor das Tor durch und überwand Dostal in der 38. Minute zum Anschluss.Es war bereits Olesens vierter Treffer des Turniers, Blichfeld sammelte seinen zweiten Assist des Spiels.

Im Schlussabschnitt taten sich beide Mannschaften schwer zu Chancen zu kommen. Wichtig war vor allem die tschechische Unterzahl, die in diesem Drittel zwei Mal zum Zug kam und nicht viel zuließ. Den Dänen lief die Zeit davon und sie nahmen zwei Minuten vor der Schlusssirene Andersen für den sechsten Skater vom Eis.

Deutschland – Frankreich 5:1

Deutschland hat sich am Ende deutlich mit einem 5:1 in der Qualifikationsrunde gegen Frankreich durchgesetzt und ist souverän ins Viertelfinale gegen die Slowakei am Mittwoch (12.10 Uhr MEZ) eingezogen. Die Slowakei hatte bei Olympia 2022 Bronze gewonnen, nachdem sie in der Qualifikationsrunde Deutschland ausgeschaltet hatten.

Den Grundstein legte die DEB-Auswahl im ersten Drittel, als sie nach Treffern von Leon Draisaitl (4.), Frederik Tiffels (11.) und JJ Peterka (19.) mit 3:0 führten. Draisaitl glänzte nicht nur durch seine Direktabnahme im Powerplay, sondern auch durch zwei Vorlagen bei den beiden weiteren Toren der Deutschen im dritten Drittel durch Josh Samanski (48.) und dem Empty-Net-Treffer von Nico Sturm 56 Sekunden vor dem Ende.

Philipp Grubauer im deutschen Tor überzeugte erneut mit insgesamt 30 Saves und musste sich nur durch Pierre-Eduard Bellemare zum zwischenzeitlichen 1:3, dem einzigen Tor im zweiten Drittel nach 24:02 Minuten geschlagen geben. Verteidiger Moritz Müller hatte den Puck mit seinem Schlittschuh unabsichtlich und unhaltbar ins eigene Netz abgefälscht.

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Schweiz – Italien 3:0

Die Schweiz hat durch ein 3:0 in der Qualifikationsrunde gegen Gastgeber Italien in der Rho Ice Hockey Arena das Viertelfinale gegen Titelverteidiger Finnland am Mittwoch (18.10 Uhr MEZ) erreicht. Nico Hischier glänzte mit einem Tor und zwei Vorlagen.

Der Schweizer Torhüter Leonardo Genoni verbuchte mit 20 Paraden seinen zweiten Shutout bei diesen Olympischen Spielen. Zu-Null-Spiele sind für Genoni, den MVP der IIHF-Eishockey-Weltmeisterschaft 2025, nichts Neues. Bei dem Turnier im vergangenen Jahr stellte er mit 243:27 Minuten ohne Gegentor einen neuen Shutout-Rekord auf. Er wurde allerdings heute nur gelegentlich gefordert. Umgekehrt musste der italienische Torhüter Damien Clara, 21-jähriger Nachwuchsspieler der Anaheim Ducks, unmittelbar glänzen und verbuchte insgesamt 48 Saves.

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Philipp Kurashev und Kapitän Roman Josi erzielten ebenfalls Tore für die Schweiz, und Timo Meier steuerte zwei Vorlagen bei und erhöhte damit seine teaminterne Punktzahl auf sieben. Das Schweizer Powerplay funktionierte zweimal.

Das Torschussverhältnis lautete am Ende 51:20 zugunsten der Schweiz. Es war eine schöne Demonstration von geduldigem Eishockey, das auf Verteidigung und Puckbesitz basierte. Trotz großer Anstrengungen verloren die Italiener auch ihren vierten Auftritt bei diesem Turnier und scheiden aus.

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