San Jose Sharks v Edmonton Oilers

Hiobsbotschaft für die Edmonton Oilers: Leon Draisaitl fällt mit hoher Wahrscheinlichkeit für den Rest der regulären Saison aus. Das gab der Klub am Dienstag bekannt. Der deutsche Superstar hatte sich am Sonntag in der Partie gegen die Nashville Predators bei einem Check von Ozzy Wiesblatt in der Anfangsphase des ersten Drittels eine Blessur am Unterkörper zugezogen. Nach zwei anschließenden Shifts blieb er in der Kabine. Die Angelegenheit stellte sich nun als schwerwiegende Verletzung heraus, so dass die Oilers die verbleibenden 14 Saisonpartien wohl ohne Draisaitl bestreiten müssen.

Draisaitl von Wiesblatt gecheckt

Für seine Mannschaft ist der Ausfall mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation äußerst schmerzhaft. Ihr Vorsprung auf die Los Angeles Kings, die in der Western Conference als erstes Team außerhalb der Playoffs-Zone liegen, beträgt gerade einmal vier Punkte. Edmonton rangiert mit 75 Zählern (33-26-9) aus 68 Begegnungen an dritter Stelle der Pacific Division.

Nach Ansicht von Ryan Nugent-Hopkins wird es nicht einfach, Draisaitl adäquat zu ersetzen. „Er zählt zu den Top-4-Scorern in der Liga und ist ein Elite-Spieler. Von daher kann kein einzelner Spieler sein Fehlen wettmachen, das funktioniert nur im Kollektiv. Wir werden ohne ihn wahrscheinlich etwas an Torgefahr einbüßen. Das heißt, dass alle anderen gefordert sind, mehr Torchancen zu kreieren. Wir müssen gemeinsam Wege finden, auch ohne ihn zu gewinnen“, verdeutlichte der Oilers-Stürmer.

„Man kann diese Lücke nicht einfach füllen“, hatte Edmontons Kapitän Connor McDavid bereits am Montag verlauten lassen, als die endgültige Diagnose noch nicht vorlag. „Wir haben viele Leute, die führen können. Wir brauchen in dieser Phase der Saison diese Führungsspieler und eine dynamische und energiegeladene Mannschaft, egal ob Leon dabei ist oder nicht.“

Die Oilers müssen auch Draisaitls Position in der ersten Powerplay-Einheit neu besetzen. Er führt das Teamranking mit 16 Überzahltoren an. Mit 42 Powerplay-Punkten ist er Zweiter hinter McDavid (46).

„Wir werden experimentieren“, sagte Knoblauch. „Es kommt darauf an, die fünf besten Spieler zu suchen und herauszufinden, wer am besten zusammenarbeitet. Entscheidend ist, wer sich gut bewegt und das Spiel gut liest, um zu wissen, was McDavid, Bouchard und Hyman vor dem Tor machen. Wir haben momentan nicht viel Zeit, daran zu arbeiten. Wir werden aber einige Morning Skates nutzen, um die Abläufe einzuüben.“

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