Kanada hat das Finale der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 erreicht. Die Nordamerikaner setzten sich mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Finnland durch. Der Favorit tat sich zeitweise schwer, ließ unter anderem in Überzahl ein Gegentor zu, setzte sich am Ende allerdings durch.
"Es ist ein ganz besonderes Gefühl, etwas, wovon man immer geträumt hat, als man im eigenen Garten oder auf einer Outdoor-Eisbahn gespielt hat", freute sich der Kanadier Mitchell Marner.
Der finnische Kapitän Mikael Granlund sagte: "Das ist hart und natürlich eine große Enttäuschung. Wir waren nah dran, aber es reichte nicht ganz. Wir haben gegen ein sehr gutes Team gespielt und waren nahe an einem Sieg."
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Aufstellung: Kanada ohne Crosby
Kanada musste verletzungsbedingt auf Sidney Crosby verzichten. Der Superstar der Pittsburgh Penguins zog sich im Viertelfinale gegen Tschechien eine Unterkörperverletzung zu. Die Parade-Reihe bildeten Macklin Celebrini, Connor McDavid und Nathan MacKinnon. Nick Suzuki ersetzte Crosby als Center der dritten Reihe. Zum Spielbeginn stand allerdings Sam Bennett beim Bully, der zusammen mit Brandon Hagel und Brad Marchand in einer Angriffsformation agierte.
Die erste Reihe von Finnland bestand aus Sebastian Aho, Artturi Lehkonen und Mikko Rantanen. Das Tor der Finnen hütete Juuse Saros. Für Kanada stand Jordan Binnington zwischen den Pfosten. Mit Eric Furlatt und Dan O'Rourke leiteten zwei kanadische Schiedsrichter aus der NHL das Spiel.
1. Drittel: Finnland nutzt zweites Powerplay direkt nach dem Bully
Celebrini war der auffälligste Spieler der Anfangsphase. Er harmonierte stark mit seinem Nebenmann McDavid. Nach drei Minuten erspielten sich die Kanadier die erste Top-Gelegenheit, indem McDavid den Puck von Celebrini zugespielt bekam und die Scheibe nach vorne brachte, ehe er einen Querpass auf den freistehenden Celebrini spielte. Der 19-Jährige schoss per Direktabnahme auf das Tor, scheiterte aber an Torwart Saros.
Nach knapp zehn Minuten kassierte Kanada die erste Strafe, weil sich ein Mann zu viel auf dem Eis befand. Bennett ging zwei Minuten auf die Bank. Finnland zog daraus kein Kapital und brachte nur einen Torschuss zustande. Dennoch übernahmen die Finnen vermehrt die Spielkontrolle, hatten in den ersten zwölf Minuten ein Torschussverhältnis von 7:3 und gewannen sieben der ersten neun Bullys.
In der 17. Minute musste Bennett erneut auf die Strafbank, in diesem Fall wegen Torhüterbehinderung. Diesmal nutzte Finnland das Powerplay: Aho gewann das Bully, sodass der Puck bei Rantanen landete. Dieser zog direkt ab und traf zum 1:0. Bennett verbrachte dadurch nur drei Sekunden Spielzeit auf der Bank.
























